Schreitausbausysteme
Schreitausbausysteme werden in Langfrontstreben mit den unterschiedlichsten geologischen und bergmännischen Gegebenheiten verwendet. Völlig unterschiedliche und extreme Randbedingungen wie flache, geneigte oder steile Lagerung, geringe oder große Flözmächtigkeit, brüchiges und lockeres Hangendes oder massive Sandsteinschichten, weiches oder quellendes Liegendes, große Hangendausbrüche oder vorhandene geologischen Störungszonen führen zwangsläufig bei jedem Einsatzfall zu einer kundenspezifischen Anpassung des Schreitausbausystems.
So sind ganz unterschiedliche Schreitausbausysteme in den beiden Systembreiten 1,5 m und 1,75 m für Verstellbereiche von 0,8 bis 4,7 m und für Ausbauwiderstandskräfte von bis zu 17.500 kN verfügbar. Anwendungen in steiler Lagerung bis 35°, aber auch in schwebender oder einfallender Betriebsweise bis ±20° sind bereits erfolgreich realisiert worden und als Referenz zu belegen. Je nach Art und Ausbildung des Hangenden oder aber auch in Abhängigkeit von der Art des Hereingewinnens der Kohle gibt es drei verschiedene Kappentypen, die dann je nach Anwendung ihre klaren Vorteile zeigen.
Bei dem heute im internationalen untertägigen Steinkohlenbergbau eingesetzten Typ des leistungsfähigen Schildausbaus werden 2 Hydraulikstempel mit Doppel- oder Dreifachhub mit jeweils bis zu 3.540 kN Setzkraft verwendet. Geprüfte und zertifizierte Schockventile garantieren je nach Kundenwunsch und behördlichen Vorschriften ein Höchstmaß an Sicherheit. Als hydraulisches Steuerungssystem kommen in Abstimmung mit dem Anwender hydraulische oder elektro-hydraulische Steuerungen zum Einsatz.
In der Entwicklung der Schreitausbausysteme wird neueste 3D-CAD-Technologie in Verbindung mit der heute üblichen FE-Analyse zur Bauteilbemessung angewendet. Der große Schweißnachweis nach EN-ISO 3834 ist die Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertig gefertigte und zertifizierte Schweißkonstruktionen. Unabhängige Testinstitute garantieren für die Prüfung, Zulassung und Zertifizierung nach internationalen Normenstandards – hierzu zählen Dauerlastwechsel- und Überlastprüfungen sowie komplexe Prüfprogramme für die Hydraulikstempel.